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| H-Jollen-News 25 |
Liebe
H-Jollen-Freunde! Ein interessantes Wintertreffen Ende Februar ist vorbei - wenn es auch in diesem Jahr ruhig ein paar mehr Teilnehmer hätten sein dürfen. Aber wahrscheinlich liegt Kiel doch ein wenig zu weit abseits und der Winter, der , wenn auch spät, auch noch den Norden erwischte, hat auch nicht unbedingt zum Losfahren animiert. Das Wetter war an dem Wochenende allerdings herrlich - sonnig und frisch, wie es sich für eine Förde gehört. Zuerst führte uns der Kommodore des Kieler Yacht-Clubs, Otto Schlenzka, durch die "heiligen Hallen" des Clubs, zeigte uns wertvolle Pokale, die schon seit Kaisers Zeiten existieren und immer noch ausgesegelt werden und gab so manche Anekdote aus seinem inzwischen über 80-jährigen Leben im Verein und als Organisator vieler Kieler Wochen und der Olympischen Segelwettbewerbe 1972 zum Besten. Anschließend besichtigten wir von Land aus den geplanten Regattakurs anlässlich des "Rendezvous der Klassiker" am 17./18. Juni. Nach den letzten Informationen der Veranstaltungsleitung werden die klassischen H-Jollen, die in diesem Jahr als "Sonderklasse" eingeladen worden sind, im ersten Start mit allen Teilnehmern direkt vor dem alten Olympiahafen (Kieler Innenförde beim KYC) starten und auch in diesem Bereich bleiben. Das sollte vor allem diejenigen beruhigen, die im Vorfeld doch etwas "Muffensausen" vor der Kieler Förde gehabt haben. Wahrscheinlich wird ein Kurs, der um Fahrwassertonnen führt, abgesegelt. Geplant sind mindestens 3 Wettfahrten. Der zweite und dritte Start ist dann auf der Bahn der Marinekutter geplant. Und ... sollte das Wetter mies sein, werden die Teilnehmer auf die großen Yachten verteilt. Die segeln dann bis Friedrichsort. Ein Spaziergang zum Schifffahrtsmuseum schloss sich der "Besichtigung" der Kieler Förde an. Das Museum befindet sich in einem der wenigen erhaltenen Gebäude der Kieler Altstadt, in der alten Fischhalle an der Seegartenbrücke in unmittelbarer Nähe des kaum noch als solches zu erkennenden Kieler Schlosses. Dort erlebten wir eine sehr umfangreiche und überaus interessante Führung, die u.a. über die Entwicklung der U-Boote (Brandtaucher) referierte und anschaulich erzählte. Zum Kaffeetrinken ging es dann in eine Szene-Kneipe auf den Alten Markt und anschließend wieder zurück zum KYC, wo der Tag dann bei einem guten Essen ausklang. Hier stellte ich dann noch einige der Klassenvereinigung von ehemaligen H-Jollen-Seglern überlassene "Herausforderungspreise" ( zwei Gothenschilde - ausgesegelt in den 1960er + 1970er Jahren und H-Jollen-Holzreliefs u.a. einer Zeuthener Woche der 1950er Jahre) vor, die zum diesjährigen 25. Traditionstreffen (15.-17. Juli) in Plön neu vergeben werden. Weitere Nachrichten: 1. Die Rangliste 2004 wird bei den klassischen H-Jollen mit Holzrigg von Joachim Ruppert, H 460, angeführt. Seine Brüder auf H 183 folgen. 2. Bei den etwas moderneren Klassikern führt "Mephisto", H 608, unter Thomas Hölz die Rangliste an, gefolgt von Kersten Weichbrodt auf der H 567. 3. Na ja, und bei den modernen Flundern ist mal wieder unser Klassenhäuptling Spitze. Nun ist es auch von offizieller DSV-Seite amtlich: Wir brauchen keine Bordtoilette mit Auffanganlage an Bord zu haben, können also wie bisher bei aufkommender Nervosität vor den Starts über die Bordkante "pullern" ... Spaß beiseite. Wirklich neu ist die Regel 13.2, die besagt, dass "Während Wettfahrten dürfen an Bord keine Geräte vorhanden sein, die (gleich ob auf elektrischem, mechanischem, hydraulischem oder pneumatischem Wege) Informationen liefern über Windrichtung und Windgeschwindigkeit (absolut oder relativ zum Boot), Position und Geschwindigkeit des Bootes. Verklicker, Windex und Windfäden in den Segeln sind keine Geräte im Sinne von Satz 1. Die Benutzung von Funkgeräten und Mobiltelefonen ist in Wettfahrten nicht zugelassen" ... und werden, wie in der Schule, vom Lehrer vor dem Unterr..., äh, der Wettfahrt eingesammelt (Zusatz vom Obmann für klassische H-Jollen, der eben auch Lehrer ist.) Neu ist auch die Regel 13.5: Das "Flying Trapez" ist für 1 Person zugelassen. Die Trapezhose oder der Trapezgürtel muss schwimmfähig sein und darf in nassem Zustand (gemäß ISAF RRS) nicht mehr als 4 kg wiegen. Wird nach 17.1 mit 3 Personen gesegelt, ist ein Doppeltrapez zulässig. Und jetzt kommt's: Regel 17.1 - auch neu. Zwar schon bekannt, aber sicher die größte Revolution, seit es die H-Jolle gibt und die sie nun auch in Regatten offiziell zur familienfreundlichsten aller Jollen macht und sie nur noch - was das Gewicht seiner Crew angeht - von der J-Jolle unterscheidet: 3 Personen sind zugelassen, wenn: a) das Gesamtgewicht der Besatzung incl. Bekleidung max. 200 kg beträgt b) das Gesamtgewicht der Vorschoter incl. Bekleidung max. 120 kg beträgt c) der Steuermann kein Trapez benutzt d) die Anzahl der Besatzung während der Regattaserie unverändert bleibt. Zumindest was b betrifft, darf Papa bei zwei dicken Kindern nicht mehr als 80 kg wiegen. Im Geiste sehe ich jetzt in der Saisonvorbereitung schon diverse Steuerleute in der Sauna beim "Abkochen", bzw. bei Regatten in Unterhose segeln, weil der Bauch einfach zu viel wiegt. Nun wiegt Euch mal schön und fangt an zu rechnen. In diesem Sinne ein fröhliches Ahoi zu Ostern ... und was zum Schmunzeln im Anhang (zur Verfügung gestellt von Joachim Ruppert), Euer Michael Krieg PS: Wer noch keinen segelnden Untersatz für die Saison hat ... es stehen ein paar günstige Restaurationsobjekte zum Verkauf. Außerdem steht eine noch gute Genua mit Tauvorliek für ein Holzvorstag für 250,-€ zum Verkauf: Bitte bei mir melden.-- DHJV - Michael Krieg Obmann für klassische H-Jollen Löja 6 23715 Bosau 04527-1762 / 0160 919 458 40 ![]() |
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